Ihren ersten Geigenunterricht bekam Nina Osina, die einer hochmusikalischen russischen Familie entstammt, mit sechs Jahren. Ihre Lehrer an der Spezialmusikschule am staatlichen Kasaner Konservatorium erkannten schnell ihre große Begabung und förderten ihr außergewöhnliches Talent.
Schon mit sieben Jahren stand Nina Osina zum ersten Mal bei einem Wettbewerb auf der Bühne und belegte gegen starke Konkurrenz einen zweiten Platz. In der Folge nahm sie erfolgreich an
Wettbewerben im In- und Ausland Teil und studierte am renommierten Staatlichen Sankt Petersburger Konservatorium „N.A. Rimski-Korsakow“ bei Prof. Ilya Ioff. Internationale Engagements führten Nina
Osina bereits während ihres Studiums
durch Russland, nach Kasachstan, später nach Finnland und Lettland, sie konzertierte mit verschiedenen Ensembles und Orchestern und begeisterte auch als Solokünstlerin mit Violinkonzerten von
Vivaldi, Mozart, Mendelssohn und Sibelius.
Um ihre Ausbildung zu ergänzen, besuchte Nina Osina verschiedene Meisterkurse bei Aleksei Koschwanez vom Moskauer Konservatorium, beim Spezialisten für Barock-Musik Nazar
Kozhukhar, bei Ulf Schneider an der Hochschule für Musik Hannover sowie beim Guarneri Trio Prague.
Ihre künstlerische Reifeprüfung legte die junge Musikerin 2010 mit der Abschlussnote „sehr gut” bei Prof. Jewgeni Schuk in Kassel ab.
Ob Solo oder im Ensemble, Nina Osina schätzt beides und liebt die Vielfalt. Und so reicht ihr weitgespanntes Repertoire von Frühbarock hin zu Werken von Luciano Berio, Hans Werner Henze und
György Kurtág. Gerade die moderne Musik, beispielsweise von George Crump, John Cage, Morton Feldman oder Alfred Schnittke, übt einen besonderen Reiz auf sie aus, und sie nimmt die Herausforderungen,
die diese Komponisten an ihr Können und ihr Einfühlungsvermögen stellen, mit großem Engagement an.
Perfektion und Neugier sind die Triebfedern für Nina Osina. Ihre Anforderung an sich selbst heißt: unbedingte Konzentration auf den Vortrag, künstlerische Tiefe und Werktreue.
Seit dem Jahre 2016 hat Nina Osina verschiedene Konzertreihen initiiert und damit die Musikszene ihres aktuellen Lebensmittelpunkts Kassel bereichert.
Am Beginn standen 9 Abende unter dem Titel „Sowjetische Kammermusik“, die sie zusammen mit einer Reihe exzellenter Musiker bestritt. Die Resonanz, auch seitens der Presse, war ausgesprochen positiv.
Darauf aufbauend entwickelte Nina Osina das Konzept für eine Reihe hochkarätiger regionaler Konzertabende wie „Solitude“ (4 Soloabende 2018), „Violine plus“ (3 kammermusikalische Abende 2019) sowie
von 2018 bis 2022 den Kammermusiksalon im Humboldt 1a, bei dem Musikgenuss kulinarisch Begleitung fand. Seit Anfang 2025
finden an jedem ersten Freitag eines Monats Konzerte der Reihe „Faszination Sonate“ in der evangelischen Kirche im Kasseler Stadtteil Rothenditmold statt. Daneben gestaltet Nina Osina regelmäßig noch
musikalische Märchenabende mit.
Die Violine ist für Nina Osina eine Berufung und ihr Lebensinhalt. Und es ist ihr eine Herzensangelegenheit, den Menschen Musik nahe zu bringen. Die Zuhörer mit ihrer Begeisterung anzustecken,
motiviert Nina Osina immer wieder aufs Neue und bereitet ihr große Freude.