NINA OSINA
NINA OSINA

Pas de trois

6. November um 19:30 Uhr

 

Di Wang, Klarinette

Nina Osina, Violine

Vera Osina, Klavier

Darius Milhaud (1892-1974)

Suite für Klarinette, Violine und Klavier op. 157b

 

Francis Poulenc (1899-1963)

Sonate für Klarinette und Klavier FP184 (1962)

 

Aram Chatschaturjan - Sonate-Monolog für Violine solo

 

Aram Chatschaturjan (1903-1978)

Trio für Klarinette, Violine un d Klavier (1932)

Die Suite für Violine, Klarinette und Klavier, op. 157b von Darius Milhaud entstand im Jahr 1936 als Umarbeitung der Bühnenmusik für das Schauspiel „Le Voyageur sans bagages“ von Jean Anouilh. Aufgrund der hohen Zufriedenheit mit der Komposition formte Milhaud die prägnantesten Passagen noch im selben Jahr zu einer eigenständigen, neoklassizistischen Konzertsuite um.

 

Sonate für Klarinette und Klavier (FP 184) des französischen Komponisten Francis Poulenc aus dem Jahr 1962 gehört zu den absolut wichtigsten und am häufigsten gespielten Werken der gesamten Klarinettenliteratur. Er widmete sie dem Andenken an seinen engen Freund und Komponistenkollegen Arthur Honegger, der 1955 verstorben war. Beide gehörten einst der berühmten französischen Komponistengruppe Les Six an.

Poulenc stellte die Sonate fertig, erlebte ihre Uraufführung jedoch selbst nicht mehr. Er starb völlig unerwartet im Januar 1963 im Alter von 64 Jahren an einem Herzinfarkt. Die geplante Premiere am 10. April 1963 in der Carnegie Hall in New York wurde somit unfreiwillig zu einem doppelten Gedenkkonzert. Die Uraufführung übernahmen zwei absolute Legenden der Musikwelt: der weltberühmte Jazz- und Klassikklarinettist Benny Goodman und der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein am Klavier.

 

 

Als ein musikalisches Vermächtnis komponierte Aram Chatschaturjan die Sonate-Monolog im Jahr 1975, nur drei Jahre vor seinem Tod im Jahr 1978. Sie gilt als sein vorletztes vollendetes Werk. Er schrieb das anspruchsvolle Solostück für den herausragenden russischen Geiger Wiktor Pikaisen, der ein Schüler von David Oistrach war.

In seinen letzten Lebensjahren wandte sich Chatschaturjan ganz bewusst von den großen Orchesterwerken ab. Stattdessen schuf er eine Reihe von unbegleiteten Solosonaten (für Violine, Cello und Bratsche), die wie persönliche, intime Bekenntnisse wirken.

Das Werk ist stark von der armenischen Volksmusik geprägt. Der Aufbau erinnert an den Gesang und die Kunst der Aschugen (den traditionellen kaukasischen Volkssängern, Barden und Geschichtenerzählern).

Die Musik wirkt rhapsodisch, frei improvisiert und wechselt ständig zwischen tiefen, melancholischen Klagen und rhythmisch harten, tänzerischen Episoden.
Wie der Name schon sagt, spricht das Instrument hier „allein mit sich selbst“. Es ist ein hochemotionaler, manchmal fast zerrissener musikalischer Monolog, der dem ausführenden Musiker sowohl technisch als auch gestalterisch Höchstleistungen abverlangt.

 

Aram Chatschaturjan schrieb das Trio im Jahr 1932 während seiner Studienzeit am Moskauer Konservatorium. Es entstand somit weit vor seinen weltbekannten Balletten wie Spartacus oder Gayaneh (mit dem berühmten Säbeltanz).
Der Komponist Sergei Prokofjew war von diesem Trio so tief beeindruckt, dass er die Noten persönlich mit nach Paris nahm, um das Werk auch in Westeuropa bekannt zu machen.

Musikalischer Charakter und Aufbau

Das Besondere an dem Werk ist die seltene, faszinierende Besetzung von Klarinette und Violine, die klanglich extrem eng miteinander verschmelzen. Chatschaturjan nutzt hier meisterhaft die Volksmusik seiner kaukasisch-armenischen Heimat:

 

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© Nina Osina