NINA OSINA
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Aktuell

15. August 2021

Eugène Ysaÿe

Sechs Sonaten für Violine solo Opus 27 an einem Nachmittag

 

Die sechs Sonaten von Eugène Ysaÿe (1858-1931) verstehen sich als ein modernes Echo auf Bachs Musik: als eine Erneuerung der Botschaft, die sich darin findet, aber auch als ein Echo auf alles, was seitdem die musikalische und die geigerische Sprache verändert hat - zwei verschiedene, aber dennoch kompatible Aspekte.

In einer Zeit, in der Ysaÿe selbst als Interpret zurücktrat, konzipierte er diese Werke auf sechs Virtuosen der neuen Generation hin, denen er sich besonders verbunden fühlte: natürlich Joseph Szigeti, aber auch Jacques Thibaud, Georges Enesco, Fritz Kreisler, Mathieu Crickboom und Manuel Quiroga. Alle sechs hatten ihm regelmäßig ihre Bewunderung bezeugt: jetzt erhielten sie dafür eine Danksagung, für die sie ihrerseits wieder ihrem alten Meister dankbar waren. (Michel Stockhem)

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